Wechsel an der Spitze FWG Solmser wählen neuen Vize und treten Förderverein Bad bei Solms (red).
Der Wahl zum Zweiten Vorsitzenden ging in der Hauptversammlung der Solmser FWG eine Erklärung des bisherigen, verdienten Amtsinhabers Rainer Herold voraus. Nach 21-jähriger Vorstandsarbeit, davon 19 Jahre als Erster oder Zweiter Solmser FWG-Chef, verzichtete er aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei Rainer Herold für die jahrelange Vorstandsarbeit und hoffen auch weiterhin auf seine Erfahrung zurückgreifen zu können“, betonte Pressewart Claus Lefèvre.
Einstimmig wiedergewählt wurden in der Sitzung Vorsitzender Frank Hintersehr, Kassierer Harald Schäfer, Schriftführer Dieter Scheidt und Lefèvre. Nachfolger von Herold als Vize ist Rainer Heinz, der wie berichtet noch vor wenigen Wochen seinen Rückzug als Solmser Stadtrat erklärt hatte. „Zeitlich nimmt die Arbeit als Zweiter Vorsitzender nicht den Stellenwert wie die Tätigkeit im Magistrat ein“, so der neue Vize.
Weiter gehört Martin Vogler (Albshausen) als Beisitzer neu dem FWG-Vorstand an.

Von den aktuellen Themen der Stadtpolitik, mit denen sich die FWG zuvor bereits in einer Klausurtagung beschäftigte, berichtete Fraktionschef Frank Metz den 30 anwesenden Mitgliedern. Die FWG bekräftigt danach ihre Auffassung, wonach das Schwimmbad Solmser Land erhalten werden muss. Um diese Position zu untermauern, hat die FWG Solms beschlossen, dem neu gegründeten Förderverein für das Schwimmbad beizutreten. „Damit soll auch der großartige ehrenamtliche Einsatz vieler Bürger gewürdigt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Über die Höhe des Beitrags werde der Vorstand in der nächsten Sitzung beraten.

Dem Sparkurs des Bürgermeisters zur Deckung des Haushaltes könne die FWG Solms „nicht zu 100 Prozent zustimmen“, so Fraktionschef Metz. Eine Konsolidierung müsse aber klar verfolgt werden, sagt er. Den Verkauf des Festplatzes und einen möglichen Verkauf der Solmsbachhalle bezeichnet er allerdings als „Ausverkauf des Tafelsilbers“. Dies führe nur scheinbar zur Kostenverbesserung, sagte Metz. Beide Schritte hatte das Stadtparlament aufgrund des defizitären Haushalts beschlossen. Für die Solmsbachhalle werden mit den Vereinen auch Sparalternativen geprüft. Die laufenden Kosten pro Jahr liegen laut Stadt bei 90 000 Euro. Aus Gründen der sozialen Verantwortung gegenüber Schule und den Vereinen spricht sich die FWG nach ihrer Klausur gegen einen Verkauf der Halle aus. „Aufgrund des geringen Kosteneinsparpotenzials“, begründet Frank Metz.

Der Erschließung von Windenenergie stehe die FWG Solms offen gegenüber, so das Ergebnis der Sitzung. Aus Effizienzgründen sollte aus ihrer Sicht jedoch abgewartet werden, „was die neue Technik bringt und nicht voreilig gehandelt werden“.

Für 2013 haben die Freien Wähler schon konkrete Pläne. So feiere die FWG Niederbiel ihr 100-jähriges Bestehen und lade für September zu einer Tagesfahrt nach Essen ein. Auch ein Besuch dieser Zeitung ist vorgesehen. Ziel sei eine klare Linie, die FWG-Tätigkeiten gegenüber den Bürgern transparent zu machen und Ansprechpartner in den Stadtteilen zu bleiben, fasste Lefèvre zusammen. Daher sollen FWG-Stammtische vor Ort wiederbelebt werden.